Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg

Die Bewegung der Pfadfinder wurde 1907 von Baden Powell begründet. Seine wichtigsten Grundsätze - nach denen auch unser Stamm St Bonifatius im Jahr 1988 gegründet wurde - sind:

„Der wahre Weg, um Glücklichkeit zu erlangen, besteht darin, andere Menschen glücklich zu machen. “
und
„Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt“.

Aufbauend auf diesen Grundsätzen, die noch heute ihre volle Gültigkeit haben, gestalten wir unsere Arbeit mit unseren Kindern und Jugendlichen.

Der Vorstand unseres Stammes setzt sich aus Jan Müller und Thomas Reiser zusammen. Sie leiten unseren Stamm, der momentan 30 Mitglieder umfasst, seid gut 2 Jahren.

Der Stamm ist aufgeteilt in fünf Stufen, die dem Alter und der persönlichen Entwicklung entsprechend durchlaufen werden. Jede Stufe trifft sich einmal in der Woche an einem festgelegten Tag für 1 ½ Stunden mit ihren Gruppenleitern, um gemeinsam ihre vielfältigen Gruppenstunden zu gestalten.

Die jüngsten Mitglieder sind die Wölflinge. Hier treffen sich Kinder in der Altersstufe von 7 bis 11 Jahren. Es wird besonders viel Wert auf Selbstfindung, Kreativität und Zusammenhalt gelegt, doch das gemeinsame Spiel kommt natürlich auch nicht zu kurz. So werden den Kindern spielerisch die Welt und ihre Werte näher gebracht.

Die nächste Stufe bilden die Jungpfadinder – dies sind Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 14 Jahren. Sie erleben in ihrem Trupp zusammen Abenteuer und lernen die Welt, ihre Umwelt, die Natur und ihre individuellen und gemeinsamen Grenzen kennen. Immer getreu dem Motto: „Entdecke das Abenteuer Leben!“ Das Truppleben und die Unternehmungen werden , wann immer es möglich ist, von den Kindern selbst bestimmt, um ihnen eine eigene Sicht auf die Dinge zu ermöglichen.

Nach den Jungpfadfindern folgen die Pfadfinder, die zumeist 14 bis 16 Jahre alt sind. In dieser Altersstufe dreht sich alles um das gemeinsame Leben und Erleben. Stichwort ist hier das Stufenmotto „Wag es!“. Es werden weiterführende Erfahrungen in den Bereichen Planung und Organisation gemacht, z. B. ein gemeinsames Wochenendlager o.ä. zu planen. Die Selbstverantwortung, die Verantwortung für die Gruppenmitglieder und auch für andere Menschen werden immer wichtiger, genauso wie die Bildung und Vertretung der eigenen Meinung.

Die älteste Gruppe bilden die Rover. Die Jugendlichen und Heranwachsenden sind über 16 Jahre alt. Viele Rover entschließen sich nach ihrem 18. Lebensjahr eine Schulung zum Leiter zu machen, je nachdem wie ihre beruflichen Planungen und Perspektiven aussehen. In unserer Roverrunde stehen ebenfalls Planung und Organisation von gemeinsamem Aktionen und Lagern im Mittelpunkt. Ein ausgewogenes Verhältnis von Selbstständigkeit und Teamarbeit sind hier besonders wichtig.

Die Leiter schließlich, junge Erwachsene ab 18 Jahren, bilden keine Alterstufe mehr. Sie kümmern sich um die verschiedenen Gruppen und Alterstufen als Gruppenleiter und Organisatoren. Auch werden in den monatlich stattfindenden Leiterrunden Lager und Aktionen für den gesamten Stamm geplant und organisiert. Zu guter Letzt kümmern sie sich sprichwörtlich darum, „den Laden am Laufen zu halten“, also Materialien zu besorgen, den Stamm bei verschiedenen Gelegenheiten zu repräsentieren und sich um das vorhandene Stammeseigentum zu kümmern.

Genauso wichtig wie unsere Gruppenstunden, sind unsere regelmäßig stattfindenden Lager, die wir zusammen als ganzer Stamm mit allen Alterstufen verbringen. In den Lagern sind wir viel im Wald oder in der Landschaft unterwegs, z. B. bei Wanderungen, Orientierungsläufen und vielem mehr. Aber auch Schwimmen, Lagerbauten und Fahrradtouren stehen auf dem Programm. Während des Lagerlebens gilt aber immer, alles möglichst einfach und naturnah zu erledigen, elektrische und elektronische Dinge werden möglichst vermieden. Eben „Back to the roots“.

Wir fahren über das Jahr verteilt in viele Lager. Dies sind das Pfingstlager, das Sommerlager – welches über 14 Tage in den Sommerferien geht – und Wochenenden in der Schule Beck. Dabei handelt es sich um ein Pfadfinderheim in Lembeck.
Zum Abschluss des Jahres findet im Dezember eine Fahrt zum Dom zu Münster statt, bei der das Friedenslicht aus Bethlehem an alle Pfadfinderstämme, die der Diözese angehören, verteilt wird.

Neben diesen regelmäßigen Lagern veranstalten die einzelnen Gruppen noch stufeninterne Lager und auch der ganze Stamm macht Lager außerhalb der Reihe, etwa zu den Jahresaktionen des Pfadfinderverbandes oder auch zu unseren Jubiläen.